Saisoneröffnung Full-Feld 

22. & 23. Mai 2021

 

Nach 1 1/2 Jahren Coronabedingter Pause konnten wir kurzfristig im schweizerischen Militärmuseum Full ein Trainingswochenende absolvieren. Dabei ging es prinzipiell um Detailtraining an Ausrüstung und Waffensystemen. Zudem gab es Absprachen mit dem Museum zum geplanten Panzer Weekend Ende August 2021

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Unser Lager beim Bunker Fullfeld am Morgen des 22. Mai. Ausgerückt waren wir zu viert. Wegen des kurzfristig zugesagten Datums war es leider nicht allen Mitgliedern möglich, teilzunehmen.

 

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Detailausbildung an persönlicher Ausrüstung stand als erstes auf der Tagesordnung. Dabei ging es in erster Linie um persönliches, was die Soldaten mitführten. 

 

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 Danach stand die Ausbildung an der PIAT auf dem Programm. PIAT (engl. Projector, Infantry, Anti Tank) war ein britischer Infanterie-Ladungswerfer aus dem Zweiten Weltkrieg. Es war eine der ersten Panzerabwehrwaffen, die Hohlladungsgeschosse verwendete. Die PIAT wurde zur gleichen Zeit wie die deutsche Panzerfaust und die US-amerikanische Bazooka entwickelt, um der Infanterie eine wirksame tragbare Panzerabwehrwaffe an die Hand zu geben. Die von uns eingesetzte PIAT ist kein Original sondern ein selbstgebautes Modell ohne Funktion aus Metall. Auch die Granaten sind Gussmodell.

 

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Nach einem halben Jahr restaurieren und zusammensuchen der nötigen Teile kam an diesem Wochenende unser BSA Para folding Bike zum ersten Mail zum Einsatz. Hier beladen mit zwei Transportbehältern für PIAT.

 

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Das Bike lässt sich relativ gut fahren, trotz der kompletten Beladung von Mensch und Material. Einzig enge Kurven sind eine Herausforderung. Leider konnten wir die Fahrt nur kurz geniessen. Wegen eines Missgeschickes eines anderen Besuchers brachen in der Folge drei Speichen am Hinterrad, was einen weiteren Einsatz unmöglich machte. 

 

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Auf dem Weg zur Front. Die Para folding Bikes kamen nicht nur bei den Luftlandeeinheiten zum Einsatz, sondern auch bei der Infanterie. 

 

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Zu Mittag gab es wie üblich Verpflegung aus der Dose, erwärmt mit einem Thomy Cocker. Dies vor wunderschöner Kulisse mit Blick auf den Rhein.

 

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Der Nachmittag stand weiterhin im Zeichen der Detailausbldung und der Besichtigung des Museums.

 

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Den Abend liesen wir gemütlich ausklingen, bevor wir in unsere Zelte zurückzogen. 

 

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Nach einer regnerischen Nacht zeigte sich der Morgen zuerst weiterhin trüb und teilweise auch nass. Gegen 10 Uhr trocknete das Wetter auf und wir machten uns auf eine Patrouille auf dem Gelände des Fullfeld. In all den vielen Jahren, die wir auf diesem Gelände schon Veranstaltungen durchgeführt oder an welchen teilgenommen haben, hat sich das Gelände sehr verändert.

 

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Zum erklimmen einer steilen Böschung kamen in diesem Fall die Toggle Rope zum Einsatz. 

 

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Auch eine ehemalige Eisenbahnlinie auf dem Gelände musste kurzfristig als Kulisse herhalten. 

 

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Inmitten wundervoller blühender Wiesen im hinteren Teil des Areals.

 

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Zurück von der Patrouille gab es noch einen Ausbildungsblock am 2inch Minenwerfer. Auch dieser ist nur ein Modell ohne Funktion.

 

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Stellungsbezug und Laden müssen geübt werden. 

 

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Auch unsere ATS lag sich kurzzeitig ins Gras.

 

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Im laufe des späteren Nachmittags war's dann schon wieder soweit. Unsere Saisoneröffnung endete bei wunderschönem Wetter. Wenn alles wie geplant läuft, kann man uns am Wochenende des 28. & 29. August am Panzerweekend besuchen.

 

 

Events 2021

22. & 23. Mai 2021 - Saisosneröffnung Full-Feld

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XXX Corps

Nachdem Teile unserer Einheit schon im Jahr 2014 beider Veranstaltung zum 70. Jahrestag der Operation Market Garden dabei waren, sind wir guten Mutes zu zweit vom 14. bis 20. September 2019 ein weiteres mal nach Holland gefahren, um an diesem Grossanlass mit 300 Fahrzeugen und rund 700 Teilnehmern gefahren.

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Letzte Vorbereitungen auf den einwöchigen Trip nach Holland

 

Organisiert wurde das wiederum von der Liberation Task Force, jedoch im Gegensatz zu seinem Vorgänger im Jahr 2014 ohne Unterstützung der holländischen Armee. Es waren wiederum Darsteller aus den unterschiedlichsten Ländern mit dabei, wie auch unsere Freunde aus Australien, die wiederum den langen Weg auf sich genommen haben. Es gab aber auch noch andere Parallelen zum 2014. So wurde wenige Tage vor dem Anlass mitgeteilt, dass es nun doch verboten sei, Waffen am Anlass zu tragen, selbst solche, welche nach holländischem Gesetzt erlaubt wären.

Es gab auch sonst einige Probleme im Vorfeld. So wurden die Routen erste wenige Tage vor Beginn des Anlasses bekanntgegeben. Auch blieben viele Anfragen von Teilnehmern anscheinend unbeantwortet.

Nichts desto trotz sind wir beiden, Thomas und der Schreiberling am Morgen des 14. September mit dem Zug nach Holland gefahren. Nach rund 7 Stunden fahrt und dreimal umsteigen erreichten wir Eindhoven. Nach einer Busfahrt und einem Fussmarsch durch die Aussenbezirke nahm uns ein freundlicher Holländer mit seinem Auto mit auf den Besammlungsplatz bei Dommelen mit.

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Links Thomas und der Schreiberling

 

Nach etwas suchen, fanden wir dann auch einige Teile unseres Verbandes. Wir waren wiederum als Teil der Prinses Irene Brigade (PIB) aus Holland. Nun hiess es warten. Warten sollten wir die ganze Woche mehr als genug. mehr dazu aber etwas später.

Es waren schon eine ganze Fülle an Fahrzeugen vor rot. Grösstenteils aus England und natürlich Holland. So machten wir uns mal auf den Weg, all die zum Teil seltenen Fahrzeuge, Geschütze und Panzer zu besichtigen und da und dort einen kleinen Schwatz zu halten. Viele Gesichter waren uns von anderen Anlässen bekannt oder man kannte sich aus den Sozialen Netzwerken. An einigen Fahrzeugen wurde fieberhaft gearbeitet, da und dort Karten gespielt und ein kühles Blondes getrunken. 

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Nach einiger Zeit entschieden wir uns dann uns auch endlich umzuziehen. Wo und wann unser Lager aufgebaut werden soll, war noch nicht entschieden. Zudem fehlte uns noch unser 2 Mann Zelt, dass wir von Patrick zur Verfügung gestellt bekommen sollten. So gab es erstmals einen grossen Haufen an Seesäcken der PIB. Nach einer Weile war uns dann auch klar, weshalb es noch keine Zelte zu sehen gab. 

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Ingesamt fuhren 12 Panzer und um die 250 Fahrzeuge am XXX 75 Trip mit

 

Die Organisation hatte sich entschieden, zuerst mal alle Ankömmlinge mit ihren Fahrzeugen aufzu kolonieren und dann Gruppenweise zum Tanken zu schicken. Die Wiese war jedoch so gross, dass man locker jeder Gruppe für sich eine Zone zuweisen konnte, in welcher diese sich einrichten und von dort aus mit den Fahrzeugen zum tanken fahren konnte. Das ganze Prozedere wiederholte sich während der ganzen Woche noch drei mal, was zu viel Unmut und viel unnötiger Wartezeit führte, da keine der Gruppen ihr Lager aufbauen konnte.

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Da Patrick, welcher uns das Zelt bringen sollte mit seinem Jeep technische Probleme hatte und sich verspätete, mussten wir uns zuerst mal für die erste Nacht eine andere Unterkunft finden, was jedoch kein grosses Problem war. Tags darauf ging das Schauspiel seinen weiteren Verlauf. Alle Ankömmlinge wurden weiter aufkoloniert und gingen Gruppenweise tanken. Für uns hiess es, weiterhin warten. Ausflüge mit Fahrzeugen ansonsten waren nicht erlaubt. 

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Biwak PIB

 

Da leider auch weiterhin keine Zonen zugewiesen wurden, gab es schon das ersten mal Unmut bei den Teilnehmern, da viele endlich ihre Zelte für die nächste Nacht an einem definitiven Ort aufstellen wollten und zwar am Morgen und nicht erst wieder Abends. So verging der Tag recht gemütlich. Um 1300 Uhr wurden dann nach langem hin und her endlich eine Zone zugewiesen und wir konnten endlich die 2 Mann Zelte aufbauen.

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NCO's und Mannschaft der Prinses Irene Brigade an der XXX Corps 75 Tour 2019

 

Am Montagmorgen, den 16. September war um 0500 Tagwache. Es mussten alle Lager abgebaut werden, damit um 0630 losgefahren werden kann. Die Gruppen wurden in Kompanien eingeteilt, die auf unterschiedlichen Routen nach Valkensward fahren sollen mit Zwischenstopps in vesrchiedenen Ortschaften.

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Morgentoilette 

 

Wir gehörten zur Eco Comp., die meist mit der Foxtrott Comp. fahren sollten. Zur Verstärkung der PIB stellte die militärische Sammlung der holländischen Armee wie beim letzten mal 2 Halftrucks mit 17 Pfündergeschütz und einen Zug mit einer 12 Pfünder Artilleriekanone zur Verfügung. Dazu kam ein DUKW für den Materialtransport.

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Britische 17 Pfünder Panzerabwehrgeschütz. Das selbe Geschütz wurde auch beim Sherman Firefly verbaut

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Unser DUKW als Materialtransporter


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Ausserhalb von Vaklensward erwartete man uns schon mit einem Aufgebot an Kindern und Einwohnern mit vielen Fähnchen und Marschkapelle. Vor allem die Kinder waren sehr interessiert und wollten alles gezeigt bekommen.

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Bren Carrier der Foxtrott Comp.

 

In der Folge legten wir wie gewohnt unsere Auslegeordnung auf Patrick Jeep aus, was uns in der Folge sogar ein Interview im holländischen Fernsehen bescherte. Als weiterer Höhepunkt trafen wir zudem auf 2 Veteranen, die beide bei den Kämpfen um Holland im Einsatz standen. Einem Engländer, sowie einem US Amerikaner.

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Kurz bevor wir zusammenpacken wollten, hat ein Anwohner uns noch Rasierer und Taschenlampen vorbeigebracht, welche britische Soldaten 1944 nach dem abrücken in ihrem Haus vergessen hatten. 

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Gegen 16 war Abrücken und Abfahrt nach Valkensward. Es hatte in der Zwischenzeit angefangen leicht zu Regnen. Nach der Fahrt von ca. 30 Minuten standen wir im Stadtpark von Valkensward und warteten. Auch wenn die Gruppe erst drei Tage zusammen war, funktioniert der Aufbau sehr schnell und unkompliziert. Jeder half dem anderen und innert kürzester Zeit standen eine ganze Reihen britischer 2 Mann Zelte am Gehweg entlang aufgereiht. 

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Biwak im Stadtpark von Valkensward

 

Viele Anwohner kamen auch hier, sich das Schauspiel im und um den Park anzuschauen. Trotz des nasskalten Wetters war die Stimmung gut und es gab viele interessante und auch spassige Gespräche mit den Besuchern.

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Gegen Abend nahmen wir einen kurzen Fussmarsch unter die Nägel ins Stadtzentrum von Vaklensward. Auf der Hauptstrasse standen 12 Shermann Panzer und viele andere Fahrzeuge wie an einer Kette aufgereiht. Das Zentrum glich einem Militärlager. Nur vereinzelt waren Zivilisten zu sehen. Da es nächsten Tag wieder früh rausgehen sollte, war für uns um 2300 Schluss. 

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Am Dienstag sollte es weitergehen nach Son en Breul, in welcher 1944 britische Pioniere eine Notbrücke bauen mussten, da die Deutschen die Brücke vor den anrückenden US Truppen zerstört hatten. Eigentlich hätten wir um 0900 abfahren sollen, jedoch gab es massive Verspätungen, da die Motorradeskorten unkoordiniert einfach die ersten beiden Verbände mit den Panzern begleitet hatten und die restlichen warten mussten, bis diese zurück waren.

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Die Dame auf dem Rechten Bild hatte als 7-jährige den Einzug des XXX Corps miterlebt und hatte mehr als nur eine Träne in den Augen

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Denkmal bei Son en Breul

 

So verzögerte sich die Abfahrt für uns auf 1200 Uhr. Die Fahrt nach Son en Breul war leider wenig spektakulär. In weniger als einer Stunde hatten wir unser nächstes Ziel schon erreicht und dort wiederholte sich das ganze mit dem aufkolonieren zum Tanken auf ein neues. Leider hatte unser Kommandeur nicht den Mut, unsere Truppe am äusseren Rand des riesen grossen Geländes ein Biwak aufzubauen. 

Son en Breul

Da nicht nur wir etwas mehr als nur angepisst waren, melden wir uns kurzerhand ab und zogen zu Fuss ins Zentrum, um uns dort zu verpflegen. Selbst nach unserer Rückkehr eine Stunde später hatte sich die Situation noch immer nicht gebessert. Die Fahrzeuge warteten noch immer und Zelte standen noch immer keine. Kurzerhand organsierte einer von den PIB, dass wir auf dem angrenzenden Gelände unser Biwak aufstellen konnten. Am selben Abend erfuhren wir, dass durch die vielen Verzögerungen  eine Ortschaft 20 Minuten von Son en Breul mit Kindern, Bürgermeister, Musik und Apero auf den Konvoy mit Panzern gewartet hatte. Nachdem man schon 30 Minuten zu spät war, sagte man kurzfristig ab, obschon in unserem Warteraum rund 150 Fahrzeuge rumstanden und nichts zu tun hatten. 

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Warten aufs Tanken. Stundenlang mussten alle Teilnehmer auf den Aufbau des Biwaks warten

 

Son en Breul

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Am Mittwoch, den 18. sollten wir um 0530 losfahren. Wiederum verzögerte sich das ganze, jedoch auch wegen verschiedener Teilnehmer, die einfach nicht bereit waren. Unsere Fahrt führe uns nach Sint-Oedenrode. In der Ortschaft waren wir schon vor 5 Jahren. Sint-Oedenrode ist eine typische holländische Ortschaft mit vielen alten Gebäuden. Als wir dort durch eine menschenleere Ortschaft fuhren, viel die Stimmung gleich kurzerhand wieder in den Keller.

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 Sint-Oedenrode vor dem eintreffen der Kinder und Besucher

 

Jedoch nicht sehr lange. Schulklassen, zum Teil mit Eltern im Schlepptau strömten aus allen Gassen ins Zentrum und innert 20 Minuten wimmelte es von Zuschauern. Es gab frischen Kaffee, Gebäck und holländische Spezialitäten.

Leider wehrte die Freude nicht sehr lange. Ein kleines Detachement der PIB sollte nach Eerde weiterfahren und dort beim Denkmal einen Kranz niederlegen. Amerikanische Fallschirmjäger hatten Eerde eingenommen und gehalten, bis Teile des XXX Corps sie entsetzt hatten. 

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Nach der Kranzniederlegung hiess es erneut warten. Rund vier Stunden warteten wir in Eerde, bis man uns abgeholt und uns zum Rest der Eco Comp. begleitet hatte. Einziger Wehrmutstropfen war der von mir kurzerhand organisierte Ausflug zu Fuss auf den örtlichen Friedhof, auf welchem die sterblichen Überreste einer britischen Panzerbesatzung liegen, die beim Kampf um die Windmühle ums Leben kamen.

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 Gedenkplatten an der Windmühle von Eerde und die Grabsteine auf dem örtlichen Friedhof mit den gefallenen britischen Soldaten

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Was wir meistens gemacht haben. Da wir oftmals auch im Niemandsland warten mussten, blieb nicht viel übrig als rumzuliegen

 

Tags darauf ging es über Land nach Megen. Die rund 2 stündige Fahrt quer durch den täglichen Verkehr war sehr angenehm, da auch das Wetter, wie eigentlich fast die ganze Woche, sehr gut war. Die Stimmung war eigentlich auch gut, jedoch war die Motivation eine gute Darstellung zu machen bei vielen schon verschwunden. Viele fuhren nur mit Battle-Dress und General Service Cap. Ausrüstung oder Helm trug kaum mehr jemand. Wir beiden liessen uns jedoch nicht beirren und trugen weiterhin unsere Ausrüstung.

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In Megen angekommen, reihten sich die Fahrzeuge der Eco und Foxtrott Comp. auf einer schmalen Strasse  auf um auf das Gelände der nächsten Übernachtung zu kommen. Der Platz stellte sich als kleiner Campingplatz heraus, den man leicht dekoriert hatte. Einige wenige Zuschauer warteten schon gespannt auf unser eintreffen. Leider war der Platz für die Fahrzeuge, die unter anderem auch aus mehreren Bren Carriern und unserem DUKW, sowie Halftracks mit Geschützen bestand.

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Zu wenig Platz für die vielen Fahrzeuge beim Campingplatz von Megen

 

Viele der Fahrzeuge mussten auf einem Nebenweg ihren Platz suchen. Es war ja nicht so, dass der Platz sonst leer gestanden hätte. Es gab auch normale Campinggäste mit Wohnwagen und Zelten. Einige fuhren auf eigene Faust in die Ortschaft Megen rein, um dort einen Platz zu finden.

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Nach kurzem Aufbau der Zelte wurden wir herzlich begrüsst und es gab eine kleine Verpflegung. Besucher hatte es ausser jene, die schon auf unser eintreffen gewartet haben keine weiteren. Dafür lag der Campingplatz leider zu abgelegen von der kleinen Stadt Megen.

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Tags darauf ging es nicht allzu früh los. Um 0730 lagen die meisten noch in ihren Zelten und schliefen. Einige nutzten die Gelegenheit einer Dusche.

Wie gewohnt ging es mit einer Verspätung weiter via Oss nach Grave über die von der 82. US Airborne Division eroberten John S. Thompsonbrug bei Grave nach Groesbeek. Dort sollten wir mit dem Rest der anderen Einheiten zusammentreffen, die dort schon einen Tag früher angekommen waren und viele Demos mit Fallschirmjägern und anderes geniessen konnten. 

In Oss gab es doch ein paar Zuschauer, auch wenn es sich in Grenzen hielt. Wir fuhren, resp. wir entschieden uns zu laufen, vom Bahnhof zum Denkmal der gefallenen Soldaten von Oss. Am Denkmal wurde mit Kranzniederlegungen und Reden den gefallenen Gedacht. Hier gab es doch nochmals die Möglichkeit mit Zeitzeugen zu sprechen.

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Fahrt und Marsch durch die leeren fast Strassen von Oss, sowie das Denkmal

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Danach ging es weiter übers Land wie schon erwähnt nach Grave. 2014 standen bei unserer Durchfahrt noch hunderte von Zuschauern auf der Brücke. Im 2019 gab es keine Zuschauer was Symbolisch für die ganze Woche war.

Groesbeek waren wir dann auch die allerletzten um 1600 Uhr, die auf dem Gelände eintreffen sollten. Für uns war hier dann Schluss. Wir hatten genug und entschieden uns, den Konvoy einen Tag früher als geplant zu verlassen. 

Die ganze Woche schon waren unsere beiden Kompanien durch kleine Ortschaften gefahren, in denen, bis auf 3, keiner wusste das wir kommen und sind Stundenlang im Niemandsland rumgesessen. Gedenkfeiern gab es genau 1 offizielle für uns. Dadurch dass die Organisation auf Social Media natürlich Infos zum Anlass rausgab, konnten wir natürlich sehen, dass vor allem diejenigen Einheiten mit Panzern die grösste Aufmerksam galt und diese auch die grösseren Städte anfahren konnten wo etwas los war. Das wir an Tagen wie den Dienstag nur mal gerade 1 Stunde unterwegs waren dürfte auch damit zu tun haben, dass man von Seiten der Orga versuchte mit den kleineren Einheiten Benzin zu sparen, da beim Start der Veranstaltung mitgeteilt wurde, dass nur ein gewisses Kontingent an Treibstoff zur Verfügung steht. 

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Unsere kleine Zeltheizung, die uns die ganze Woche begleitet hatte. Auch wenn das Wetter bis auf den Montag glücklicherweise trocken war, wurde es in der Nacht doch sehr kalt

 

Dass leider im laufe der Woche auch das Engagement der Gruppe selbst nachliess und viele wie schon erwähnt kaum Lust hatten gute Darstellungen abzuliefern, wars das dann für uns und wir suchten in Groesbeek ein Hotel, in dem wir uns nach 6 Tagen am Boden schlafen wieder einmal ein Schlaf in einem Bett gönnten. Tags darauf ging es via Arnheim mit dem Zug wieder nach Hause.

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Zurück im Jahr 2019

 

Auf dem Rückweg konnten wir feststellen dass am Samstag der Grossteil des Konvoys sich auch verabschiedet hatte und mit ihren Fahrzeugen auf dem Weg nach Arnheim waren um dort zum 75. Jahrestag der Landung der britischen Luftlandetruppen teilzunehmen. Auch wenn die Woche organisatorisch eine Schweinerei war, bleiben auch viele tolle, lustige und skurrile Eindrücke zurück. Thomas und meine Wenigkeit hatten vor allem zusammen trotzdem eine gute Zeit.

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74nd Commemoration of the Battle of Arnhem

Nach dem eindrücklichen Display einer First Aid Station 2016 kehrten wir, sowie eine ganze Fülle an historischen Darstellern wiederum nach Oosterbeek bei Arnheim zurück, um zusammen ein weiteres Stück Geschichte nicht in Vergessenheit zu geraten lassen.

Ds Display fand wiederum im alten Konzertsaal statt, aber im Gegensatz zu 2016 sollten die letzten Tage der Oparetaion Market Garden gezeigt werden, bei welchem das Material schon langsam am Ende ist und die Erschöpfung aller im Gesicht stand.

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Firld Dressing Station im alten Konzertsaal von oosterbeek.

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Bereitstellung des RAMC Equipment (25kg) für den Marsch von Oosterbeek auf die Ginkelheide.

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Am Rand der Ginkelheide

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Fallschirmspringer über der Ginkelheide

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Sammelplatz der Verwundeten, bereit für den Abtransport.

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Spuren der letzten Gefechte...

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Am Denkmal in Ooosterbeek, vis-a-vis des Hotels Hartenstein.

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Vor der alten Kirche in oosterbeek, in welchem ebenfalls ein Lazarett untergebracht war, gleich neben Kate ter Horst Haus.

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Im Garten von Kate ter Horst Haus.

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Weitere Verwundete treffen ein.

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Nachdem wir letztmalige im Sommer 2015 im schweizerischen Militärmuseum Full im Einsatz standen, wurden wir zum diesjährigen Panzer Weekend zum Thema 2. Weltkrieg eingeladen. 

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Anders als die Jahre zuvor, war es nur geladenen Gruppen möglich, auf dem Gelände zu campieren. Das Gelände rund um das Museum war unterdessen stark verändert worden, da sich weitere Industriebetriebe vor Ort eingemietete haben und neu verschiedene neue Strassen mitten durch das Gelände führen, welche mit Panzerfahrzeugen nicht befahren werden dürfen.

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Waren wir in den vergangenen Wochen wettermässig doch sehr verwöhnt worden, war vor allem der Freitag stark verregnet. Mitten im Grössten Wolkenbruch bauten wir unsere beiden Bell Tents auf und richteten diese ein. 

Nach einem gemeinsamen Abendessen mit den anderen Gruppen aus Deutschland und der Schweiz, wurden noch Details zu den Vorführungen am Samstag und Sonntag besprochen. War für uns hies, es musste noch etwas Drill am 3 inch Minenwerfer gemacht werden, den wir bei uns im normalfall nicht zur Verfügung haben.

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In der Nacht regnete es immer mal wieder mehr oder weniger, aber zu Tagesbeginn hellte es mehr und mehr auf. Der uns zur Verfügung gestellte Universal Carrier wollte zwar nicht sofort anlaufen, aber mit etwas gut zureden "wenn die Maschien muckt, kräftig eins draufhauen", gings dann noch noch.

Weiter stand uns eine Ordnance QF-6-Pfünder-7-cwt Panzerabwehrkanone zur verfügung. Diese Kanone war persönlich von Field Marshal Bernard Montgomery der Schweiz geschenkt worden und staht seit einigen Jahren im schweizerischen Militärmuseum Full. 

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Desweiteren stellten wir einiges unseres originalen britischen Materials in zwei Schützengräben aus. Das Interesse am ganzen Wochenende war sher gross und dementsprechend war auch der Publikumsauflauf. Was leider auffiel ist die Tatsache, dass viele Zuschauer nicht fragen ob sie mal etwas anfassen dürften oder draufsitzen können. Es wurde einfach gemacht, egal ob man wusste wie es funktioniert. 

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Zurück zum Programm. Neben den technischen Vorfühungen verschiedener Fahrzeuge des Praga Panzers, des M3 Stuarts und des T34/76, gab es eine Gefechtsvorfühung mit weiteren Elementen aus dem Museum. Darunter verschiedene Panzerabwehrgeschütze, einem Sonderkraftfahrzeug, einem Halftruck, sowie dem Universal Carrier und der 6 Pfünder Kanone. Das ganze wurde durch einen Pyrotechniker noch etwas mit Effekten friesiert.

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Wie eigentlich immer wenn wir in Full im Museum sind, funktioniert eigentich immer alles, ausser eben, dass ein Fahrzeug ein technische Probleme hat, wie der im Museum an diesem Tag zum ersten mal gezeigte Stug IIIG "Tannenberg", welcher nach den ersten Vorfühungen im Gelände nach Problemen mit dem Motor im Gelände stehen gelassen werden musste.

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Für uns war es wiederum ein tolles, sowie interessantes Wochenende und wir freuen uns schon auf eine weitere tolle Zusammenarbeit.

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Events 2019

 

9. - 11. August 2019 - 8th Convoy to Remember

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14. - 21. September 2019 - XXX Corps 75

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Szenische Installation "POW"

 

 

VE Day in Europe. Mai 1945.

 

Europa ist befreit.

 

Der Krieg ist zu Ende. 

Jedoch nicht für alle!

 

Als der Zweite Weltkrieg zu Ende war, befanden sich mehr als 3'630'000 deutsche Soldaten in britischem Gewahrsam. Diese waren verteilt auf Lager in England, Deutschland, Italien, Malta, Kanada und Madagaskar. Kriegsgefangene hatte es seit den ersten Kampfhandlungen 1939 gegeben. Doch mit der nahenden Niederlage des Dritten Reiches stellte die wachsende Anzahl der Gefangenen die Alliierten vor grosse Herausforderungen. Niemand war von einer solch grossen Zahl von Gefangenen ausgegangen, noch vorberietet. Es galt die Auflagen der Genfer Konvention von 1929 einzuhalten, deren Gedanke der Schutz jener Menschen war, die sich dem Feind ergaben und in dessen Gewahrsam übergingen. Ein Gedanke der nicht stets und überall umgesetzt wurde, was oft untergeht im dunklen Schatten grösserer
 Unmenschlichkeiten, die in diesem Krieg begangen wurden. So wurden Kriegsgefangenen auf dem Festland Europa oftmals, obschon nach Konvention verboten, zum Minen räumen eingesetzt.

 

Szenische Installation "POW"

 

Nach der Landung in der Normandie im Juni 1944 musste die britischen 
Streitkräfte neue Wege im Umgang mit Kriegsgefangenen gehen. Während der
 Kämpfe in Afrika und Italien wurden die meisten Kriegsgefangenen nach Kanada
 und in die USA verschifft. Mit dem Feldzug in Nordwesteuropa begann man die
 Gefangenen nach Grossbritannien zu bringen.
 Dort wuchs die Zahl der Gefangenenlager und man richtete sich darauf ein, 
die POW's (Prisoners of War) über längere Zeit im Vereinigten Königreich 
unterzubringen und zu beschäftigen. In England wurden wiederrechtlich gegen 400'000 Deutsche Kriegsgefangene in der Folge hauptsächlich in der Landwirtschaft eingesetzt.
 Der Weg der deutschen Soldaten dorthin 
begann mit der Gefangennahme auf dem Schlachtfeld, was der Verein 6th
 Durham Light Infantry thematisiert.

 

 

Das Thema

 

Die szenische Installation POW meidet Kanonendonner und MG-Geknatter. Wie
 bereits beim der kontroversen Installation "War Graves" 2010, widmet sich 
der Verein 6th DLI einer leisen Seite des Krieges. Hier ist kein Raum für 
laute Action und farbenfrohe Nostalgie - Man soll vielmehr die
 nachdenklichen Untertöne menschlicher Schicksale vernehmen.
 Die Soldaten einer geschlagenen Armee werden von den Siegern gefangen
genommen. Sie werden die nächsten Wochen, Monate, ja Jahre in dessen
Gewahrsam verbleiben. Es bleibt ihnen nicht mehr als auf menschliche 
Behandlung zu hoffen. Nun sind sie ihren Gedanken überlassen. Gedanken über 
ihr weiteres Schicksal und über die Familien daheim.

 

Gefangene

 

 Die Szenerie

 

 

Gezeigt wird eine temporäre Sammelstelle für Kriegsgefangene der 21st Army
 Group in den Niederlanden kurz nach dem VE Day in Europe.
 Zivile Flüchtlinge und verschleppte Zwangsarbeiter sind auf der Durchreise und brauchen Versorgung. 
Den Deutschen werden Ausrüstung und Persönliches abgenommen, bevor sie in das von
 Stacheldraht umzäunte Lager gebracht werden. Die Administration erfasst die
 Daten der Gefangenen und nimmt eine erste Auswertung der eingesammelten 
Wehrpässe und Soldbücher vor. Bewacht von britischen Soldaten erhalten die 
Deutschen Lebensmittel und richten sich im Lager ein.
 und warten, was ihnen die Zukunft bringt. 

 

Das 6th Bn. Durham Light Infantry wird bei dieser Szenerie unterstützt durch weitere Darsteller aus Deutschland und der Schweiz.

Registration

 

Zur Galerie:

 

 

LogoInfomappe zum Downloaden                       LogoMedienmitteilung vom 6. August 2013

Events 2013

 

 

15. Juni 2013 - Trooping The Colour Basel

 

 


 

  

 

9. - 11. August 2013 - 6th Convoy to Remember Birmenstorf AG 

 

Convoy to Remember 2013