Durham Light Infantry

 

DLI

 

1758 hebt General John Lambton (26. Juli 1710 - 22. März 1794) in der Grafschaft Durham das 68th (Durham) Regiment of Foot (Light Infantry)  als Teil der englische Armee aus. Erst ab 1881 wurde dann der Name Durham Light Infantry verwendet und auch die ersten Battalione gebildet, welche kurz danach in Ägypten sowie in Südafrika zum Einsatz kamen.

 
1811 wurde das 68th umgebildet. In der Folge wurden die Soldaten besser ausgebildet und besser bewaffnet. Als Teil von Wellingtons 7. Division (The Mongrels) in Portugal und Spanien, kämpfte das DLI Regiment bei der  Belagerungen von Badajoz und Ciudad Rodrigo. 1812 dann auch auf Salamanca. 
Auch an der Schlacht von Vittoria war das 68th beteiligt, in welcher Napoleons Truppen innert kürzester Zeit vernichtend geschlagen wurden. 1813 kämpften Teile des 68th in den Pyrenäen und bei Orthez.

 

 1. Weltkrieg

Während des ersten Weltkrieges meldetet sich Tausende von Freiwilligen aus der Grafschaft Durham. Bis 1918 gab es 43 Bataillone. Sie kämpften auf der westliche Frontseite und in Italien, Ägypten, Saloniki und in Indien.

Das DLI kämpfte ebenfalls bei Ypres, bei Arras, Messines, Cambrai und Somme sowie im Schlamm von Passendale.

Ca. 13.000 Soldaten der DLI Battalione starben auf diesen Schlachtfeldern. Tausende wurden verwundet oder kamen in Gefangenschaft

Sechs Angehörige der DLI wurde während des 1. Weltkrieges das das Victoria Kreuz verliehen 

  • Thomas Kenny
  • Roland Bradford
  • Michael Heaviside
  • Frederick Youens
  • Arthur Lascelles
  • Thomas Junge

 

2. Weltkrieg

 

Während des Zweiten Weltkriegs wurden hatte gab es unter der Durham Light Infantry 15 Bataillone, zwei reguläre Bataillone und sechs Territorialbataillone. Davon waren 10 Bataillone in Frankreich, Afrika, Italien, Deutschland und Burma im aktiven Dienst. Die im Vergleich zum Ersten Weltkrieg geringe Anzahl von Bataillonen war auf die zunehmende Spezialisierung einer stärker mechanisierten Armee und die damit verbundenen Unterstützungsbedürfnisse zurückzuführen. Zusätzlich trugen 26 Bataillone der Home Guard das DLU Mützenabzeichen. 

Nach dem 2. Weltkrieg schrieb Feldmarschall Montgomery:

Of all the infantry regiments in the British Army, the DLI was one most closely associated with myself during the war. The DLI Brigade (151st Brigade) fought under my command from Alameim to Germany ...It is a magnificent regiment. Steady as a rock in battle and absolutely reliable on all occasions. The fighting men of Durham are splendid soldiers; they excel in the hard-fought battle and they always stick it out to the end; they have gained their objectives and held their positions even when all their officers have been killed and condition were almost unendurable.

Von allen Infanterieregimentern der britischen Armee war das DLI während des Krieges am engsten mit mir verbunden. Die DLI-Brigade (151. Brigade) kämpfte unter meinem Kommando von Alameim nach Deutschland ... Es ist ein großartiges Regiment. Im Kampf steinhart und bei allen Gelegenheiten absolut zuverlässig. Die kämpfenden Männer von Durham sind großartige Soldaten; Sie zeichnen sich im hart umkämpften Kampf aus und halten ihn immer bis zum Ende durch. Sie haben ihre Ziele erreicht und ihre Positionen gehalten, selbst wenn alle ihre Offiziere getötet wurden und der Zustand fast unerträglich war. 

 

Frankreich 1940

 

Das 2. Bataillon kam Ende September 1939 mit der 2. Infanteriedivision als Teil der BEF nach Frankreich und wurde schnell an der belgischen Grenze eingesetzt. Die 151. Brigade traf Ende Januar 1940 mit der 50. Division ein, wobei einige Männer noch ausgebildet werden mussten, und zog Ende März an die Grenze. Die Bataillone der zweiten Linie (und die Tyneside Scottish) kamen Anfang April in der teilausgebildeten 23. Division an, ohne Artillerie oder Mörser mit dem Befehl, ihre Ausbildung abzuschliessen und Flugplätze zu bauen. In der 70. Brigade hatten die 1400 Männer noch nie ein Bren-MG abgefeuert und 400 hatten den Kriegskurs nicht mit dem Gewehr abgeschlossen.

Als die Deutschen am 10. Mai angriffen war das 2. Bataillon am späten 11. Mai nach Belgien an den Fluss Dyle gezogen. Die 151. Brigade sollte in Reserve gehalten werden. Auf der Dyle hielt das 2. Bataillon die Deutschen zwei Tage lang fest, bis befohlen wurde, sich am 16. Mai zurückzuziehen, wobei Lt Annand den ersten V.C. der Armee des Krieges erhielt. Die 151. Brigade wurde angewiesen, am 16. Mai zum Fluss Dendre vorzurücken, um am 18. Mai zurückzuweichen.

Um den deutschen Panzerschub zu verzögern, wurden die hintere Einheiten, einschließlich der 70. Brigade in ihren Bereich befohlen. Nach einer Reihe von Märschen und Gegenmärschen die am 13. Mai begannen, wurde die Brigade am 20. Mai entlang der Strassen südlich von Arras nach Westen verteilt. Hier wurden sie von deutschen Einheiten überfallen. Ohne schwere Waffen war ihre Verteidigung kaum lange standhaft. Am nächsten Tag zählten in St. Pol das Brigadehauptquartier die Überlebenden der drei Bataillone. 14 Offiziere und 219 andere Ränge waren übrig. Zusammen mit anderen Nachzüglern die in den nächsten Tagen eintrafen waren es insgesamt ca 800 Mann.

Die Überreste wurden zu "Marleyforce" geformt und erreichten als solches Dünkirchen, um am 31. Mai evakuiert zu werden.

Am 20. Mai wurde die 151. Brigade nach einer Reihe von Märschen nach Westen und Süden als Teil des Gegenangriffs von Arras ausgewählt. Das 6. und 8. Bataillon sollten das 4. bzw. 7. Royal Tank Regiment unterstützen, wobei das 9. Bataillon in Reserve blieb. Nach ersten Erfolgen westlich von Arras griffen die Deutschen an und die britischen Streitkräfte mussten sich nach Vimy Ridge zurückgeziehen. Die Brigade wurde dann am 25. Mai nach Norden befohlen um die Lücke der bevorstehenden belgischen Kapitulation zu schliessen. Dazu musste es sich aus den Kämpfen auf dem Le Bassee-Kanal lösen, wobei das 8. Bataillon das Dorf Carvin nördlich des Kanals zurückerobern musste und erst am 27. konnte die Brigade nach dem Rest der 50. Division nach Ypern nach Norden ziehen. 

Die 2. Division war 21 Meilen von der Westseite des Dünkirchenkorridors entfernt. Das 2. Bataillon befand sich in der Nähe von St. Venan. Vom 24. bis 27. Mai hielt die Division Angriffe von vier Panzerdivisionen (3., 4., 7. und SS Totenkopf) ab, wobei über 70% der Division gefangen wurden oder fielen. 99 Mann des 2. Bataillons Royal Norfolk-Regiment, der 4th Brigade, 4 Division – davon die meisten verwundet – wurden in La Paradis von Soldaten der 3. und 4. Kompanie des I. Bataillons des 2. SS Totenkopf Regiments (mot.) unter dem Befehl des SS-Hauptsturmführers Fritz Knöchlein erschossen.1

Als sich das 2. Bataillon in der Nacht vom 29. Mai nach der Evakuierung aus Dünkirchen in England neu formierte bestand es nur noch aus den Überresten der D-Kompanie und der B-Staffel des Bataillons, Nachzüglern und Rekonvaleszenten. Alles in allem etwa 180 Mann. 

Nach der Ankunft in der 151. Brigade von Ypern wurde diese fast sofort wieder zurückgedrängt und der Rückzug in den Umkreis von Dünkirchen begann. Bis zum 30. Mai war die Brigade zwischen den Kanälen Bergues und Ringsloot verschanzt und durch einige Überreste der 70. Brigade verstärkt worden. Nachdem sie am 31. Juni deutsche Angriffe abgewehrt hatte, begab sich die Brigade am späten 1. Juni von der Mole in Dünkirchen nach Grossbritannien.